Nachhaltigkeit in NRW und Köln



Am 7. November lud die Stadt Köln und der KölnAgenda e.V. zum Thema Umsetzung der UN Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) auf Landes- und städtischer Ebene mit Johannes Remmel (Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfalen) und der Oberbürgermeisterin Henriette Reker in die Piazzetta des historischen Rathauses ein. Der Einladung folgten mehr als 200 interessierte Bürger*innen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker eröffnete den Abend mit einem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit für Köln – ihr persönlich sei das Thema sehr wichtig, denn Nachhaltigkeit beginne  vor Ort. Außerdem wolle  Köln Verantwortung übernehmen und die Umsetzung der SDGs vorantreiben. Ein konkretes Beispiel sei, dass die Stadt ernst machen wolle mit dem Thema faire Beschaffung und Nachhaltigkeit als zentrales Thema in der Gesamtstrategie für Köln verankert werden soll.

In der Begrüßung seitens des KölnAgenda e.V. machte  Vorstandsmitglied Renate von dem Knesebeck deutlich, dass für die Umsetzung der SDGs eine umfassende Transformation, die die Prinzipien der ökonomischen Vernunft mit ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit verbindet vonnöten sei.  Renate von dem Knesebeck betonte, dass alle gesellschaftlichen Akteure aufgefordert seien, sich an dem Prozess zu beteiligen.

Minister Johannes Remmel beglückwünschte Köln zu dem erfolgreichen Auftakt für eine Nachhaltigkeitsstrategie vor Ort. Die Veranstaltung sei die zweite in diesem Jahr im Rathaus, auf welcher Nachhaltigkeit thematisiert werde. Zuvor  lobte er die Gründung des ersten Ernährungsrates bundesweit und forderte Köln auf mit benachbarten Städten in den Wettbewerb um die nachhaltigste Stadt der Region einzusteigen. Minister Remmel ging weiter auf die globale Dimension nachhaltigen Handels ein und forderte einen umfassenden Wandel unserer Lebens- und Wirtschaftsweise.

Im Anschluss an die Vorträge stellten sich Vertreter*innen des zivilgesellschaftlichen Netzwerks kommunale Nachhaltigkeit vor. Das Netzwerk gründete sich in diesem Jahr, befindet sich im Aufbau- und Wachstumsprozess und richtet sich an alle zivilgesellschaftlichen Akteure, denen die Transformation Köln zu einer nachhaltigen Stadt ein Anliegen ist. Ziele des Netzwerkes sind u.a. die Umsetzung der SDG-Ziele auf kommunaler Ebene und die Schaffung eines Bündnisses für kommunale Nachhaltigkeit von Zivilgesellschaft, Stadt Köln und Wirtschaft.

In der Diskussion mit dem Publikum fanden Themen wie nachhaltige Ernährung, Grünflächennutzung, Nachhaltigkeitsindikatoren und die Frage nach der konkreten Umsetzung und Unterfütterung der nachhaltigen Gestaltung Kölns mit Ressourcen Platz.

Mehr zur Veranstaltung kann der Dokumentation von Laura Theuer entnommen werden. Dokumentation hier downloaden.

Wie soll es weitergehen?

Mit der Teilnahme der Stadt Köln am Modellprojekt „Global nachhaltige Kommune NRW“ der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW haben sich die Chancen für die Etablierung einer Nachhaltigkeitsstrategie in Köln deutlich erhöht. Mittlerweile hat die Verwaltung versichert, dass die Mitwirkung am Modellprojekt „Global nachhaltige Kommune in NRW“ und damit die Erstellung einer Nachhaltigkeitsstrategie als integraler Teil einer städtischen Gesamtstrategie erfolgen soll. Damit  erhält Nachhaltigkeit in der Verwaltung eine  hohe Priorität als verbindliches Querschnittsthema. In 2017 hat die Verwaltung eine Entscheidung des Stadtvorstandes und eine Ratsvorlage angekündigt.

Das Netzwerk Kommunale Nachhaltigkeit wird den gesamten Vorgang konstruktiv und kritisch begleiten.

Wer Interesse an weiteren Informationen bzw. Mitarbeit im Netzwerk Kommunale Nachhaltigkeit hat wende sich gerne an:  nkn@allerweltshaus.de