Verwaltungsreform vom Rat der Stadt Köln beschlossen



Seit Jahren wird die Arbeit der Stadtverwaltung kritisiert. Lange Verfahren, mangelnde Transparenz oder unklare Verantwortlichkeiten sind einige der in der Öffentlichkeit benannten Defizite. Als Reaktion hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Umsetzung einer Verwaltungsreform als zentrales Anliegen Ihrer Amtsperiode bezeichnet. Mit der Einrichtung des Referates für strategische Steuerung unter Leitung von Dr. Rainer Heinz wurde diese im letzten Sommer begonnen. In einer ersten Phase bis zum Jahresende 2016 wurde ein Konzept für die Umsetzung der Verwaltungsreform entwickelt. Dabei hat der verwaltungsinterne Beteiligungsprozess deutlich gemacht, dass die Mitarbeiter*nnen der Verwaltung die dringende Notwendigkeit einer Reform mit der Öffentlichkeit teilen.

Zu Jahresbeginn wurde das Konzept den politischen Gremien vorgelegt und im Februar vom Rat der Stadt Köln einstimmig angenommen (mehr Informationen hier). Der Prozess, der bis 2022 abgeschlossen sein soll, ist in fünf Handlungsfelder gegliedert:
• Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger
• Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse
• Systematische und zielorientierte Steuerung
• Organisationskultur, Führung und Beschäftigtenzufriedenheit
• Innovation
Diese wurden in 25 Zielzuständen (Abschlussdokumentation S. 22ff) etwas konkreter formuliert.

Im ersten Schritt wird der Stadtvorstand (OB & Beigeordnete) bis Mai die Grundlagen festlegen. Parallel wird ein internes Team für das Projektmanagement aufgebaut sowie externe Beratung ausgeschrieben und vergeben. Im Anschluss soll der Prozess in 10-12 Ämtern aus allen Dezernaten begonnen werden. Darauf aufbauend werden dann nach und nach alle Ämter einbezogen.
Zu Begleitung des Prozesses sind ein Politikbeirat, ein Verwaltungsbeirat (Mitarbeiter*innen) und ein externer Fachbeirat mit Akteuren aus Stadtgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft vorgesehen.

Als zweites Standbein der Reform wird eine Gesamtstrategie für die Stadt Köln entwickelt, da ohne klares Zielkonzept eine Verwaltungsreform nicht erfolgreich zu realisieren ist. Insbesondere hier ist eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt notwendig, welche in ersten Äußerungen auch zugesagt wurde.