Marktschwärmerei in der Südstadt



Auf NeuLand wird für gute Lebensmittel aus der Region geschwärmt. Seit Juni 2017 findet dort jeden Donnerstag eine Food Assembly statt. Produzent*innen aus Köln und Umgebung verkaufen saisonale Produkte wie Gemüse, Obst, Wurst und Fleisch, Molkereiprodukte, Honig, Säfte, Wein und Feinkost – direkt an die Abnehmer*innen. Die können hier aktiv kleine Erzeuger*innen und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion unterstützen und erhalten dabei Produkte mit Bio-Qualität.

Organisiert wird der Direktverkauf von NeuLand-Gärtnerin Clara von Hartz. Ihr geht es vor allem darum Wertschätzung und Verständnis für gute Lebensmittel zu fördern. Mit dem Pop-Up-Markt auf NeuLand entstand nun schon die zweite Direktabnahmestelle in Köln. Im Ehrenfelder Colabor gibt es eine solche bereits seit einigen Jahren.

Die in und um Köln produzierten Produkte können online vorbestellt und zu Marktschwärmerei-Zeiten (donnerstags zwischen 17:30 – 19:30) im NeuLand-Garten abgeholt werden. Das Angebot wechselt jede Woche und es kommen immer wieder neue Erzeuger*innen hinzu.

Die Idee der Food Assembly stammt eigentlich aus Frankreich, wo das Prinzip der Direktabnahme von frischen Lebensmitteln schon seit Jahren praktiziert wird. Während man in Frankreich mehr als 700 solcher Assemblies findet, sind es in Deutschland – mit steigender Tendenz – erst 20. Bei den Kölner*innen findet das Konzept auf jeden Fall Anklang, wenn auch eher in einem exklusiven Abnehmer*innen-Kreis. Denn das Modell trägt zwar zu einem nachhaltigeren Nahrungsmittelsystem in Köln bei, schließt jedoch nur diejenigen ein, die sich Produkte in Bio-Qualität leisten können. Bestehen bleibt die Herausforderung nachaltige Lebensmittel für die breite Masse zugänglich zu machen.