KVB setzt auf E-Busse



In Zukunft soll es mehr E-Busse auf Kölns Straßen geben. Als einen Baustein zur Luftreinhaltung hat der Stadtrat kürzlich einstimmig beschlossen, das E-Linienbus-Netz zu erweitern. Neben der bereits bestehenden Elektro-Linie 133, sollen nun auf sechs weiteren Strecken weitere 50 E-Busse unterwegs sein. Damit hätte Köln eine der größten Elektro-Busflotten. Zuerst sollen die Linien umgestellt werden, die in den am schwersten von Schadstoffbelastung betroffenen Gebieten fahren. Derzeit erstellen KVB und Rheinenergie die Pläne zur Umsetzung. Dabei sind acht Ladestationen vorhergesehen, die auch als Elektrotankstellen für PKWs genutzt werden sollen.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember letzten Jahres hatte die KVB bereits den Betrieb der Linie 133 (zwischen Breslauerplatz und Südfriedhof) von Diesel- auf Elektro-Busse umgestellt. Mit dem Pilotprojekt wurden intensive Praxiserfahrungen gesammelt, um die Technik weiterzuentwickeln und alltagstaugliche Alternativen zu Verbrennungsmotoren im ÖPNV zu schaffen. Die Erfahrungen aus dem ersten halben Jahr im Regelbetrieb sind weitgehend positiv. Probleme gab es vor allem aufgrund von Softwarefehlern oder Batteriedefekten, die besonders zu Beginn – in der kalten Jahreszeit – zu Ausfällen führten. Seit März liegt die Zuverlässigkeit der Busse aber über 85 Prozent.

Zurzeit sind Busse mit Elektroantrieb noch wesentlich teurer als solche mit Diesel- oder Erdgasantrieb. Daher kann die Ausweitung des Pilotprojektes nur erfolgen, wenn für die Mehrkosten von etwa 18 Millionen Euro eine Förderung von Land oder Bund gegeben ist.