Bündnis kommunale Nachhaltigkeit Köln



Ein kräftiger Wind weht durch Rat- und Stadthaus. Die Verwaltung arbeitet intensiv an der Entwicklung einer städtischen Gesamtstrategie, den „Kölner Perspektiven 2030“. Nachhaltigkeit soll in allen Bereichen strategisches Leitziel sein. Zu der frischen Brise trägt das breite „Bündnis kommunale Nachhaltigkeit Köln“ kräftig bei. Es ist zu hoffen, dass die Zeiten endgültig vorbei sind, in denen in der Verwaltungspraxis die Grundstimmung vorherrschte: „Et kütt wie et kütt“ oder „Et hätt noch immer jot jejange.“

Nachhaltigkeit ist Leitlinie    
Das „Bündnis kommunale Nachhaltigkeit Köln“, das 2016 gegründet wurde, hat sich in diesem Jahr   inhaltlich und organisatorisch stark weiterentwickelt. Mit der Durchführung des SDG-Tages „Das Köln, das wir wollen“ am 30. Juni 2017 hat das Bündnis den Auftakt für einen Diskurs über die Umsetzung der SDGs in Köln aufgenommen. Außerdem hat das Bündnis mittlerweile eine eigene Webseite aufgebaut, auf der sich Interessierte über die Agenda 2030, ihre 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und deren Bedeutung für Köln informieren können. Zudem beinhaltet die Webseite, was in Köln im Bereich nachhaltige Entwicklung bereits getan wird und wo noch mehr Engagement gefragt ist. Zudem informiert das Bündnis durch einen regelmäßigen Newsletter und einen eigenen Flyer über Aktuelles und seine Arbeit. Nach dem Stand vom 21. November 2017 sind 28 Organisationen Mitglied im Bündnis. In dem Frühjahrs- und Herbstplenum diskutieren und entscheiden alle beteiligten Organisationen über Entwicklung und weiteres Vorgehen des Bündnisses. Die Koordinierungsgruppe, die sich monatlich trifft, leistet die wesentliche Arbeit des Netzwerks. Sie hält den Kontakt mit der Verwaltung und der Öffentlichkeit und bereitet die Plenen vor. Derzeit besteht die Koordinierungsgruppe aus Vertreter*innen des KölnAgenda e.V., des Allerweltshauses, der Bürgerstiftung Köln und des Forum Ziviler Friedensdienst.

Kölner Perspektiven 2030 – Nachhaltigkeit als Leitziel

Eine Nachhaltigkeitsstrategie soll zum integralen Bestandteil der städtischen Gesamtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ werden. Dabei soll Nachhaltigkeit in der Verwaltung eine hohe Priorität als verbindliches Querschnittsthema erhalten. Der vom „Bündnis kommunale Nachhaltigkeit“ den Fraktionen vorgelegte Entwurf eines Ratsantrags zur „Umsetzung der UN Nachhaltigkeitsziele“ wurde zur Grundlage eines einstimmigen Ratsbeschlusses vom 28. September 2017. Darin wird festgestellt:

„Diese Entwicklungsziele sollen auch Leitlinien für unser kommunalpolitisches Handeln in einem breiten Bündnis mit den lokalen Akteuren und den Bürgerinnen und Bürgern in Köln sein. Daher sollen Instrumente zur Überprüfung der Leitlinienumsetzung und zur Messung der Zielerreichung verankert werden.“

In einer Mitteilung an den Hauptausschuss vom 11. September 2017 „Nachhaltige Entwicklung sichern“, wird Nachhaltigkeit als strategisches Leitziel und Teil der Gesamtstrategie beschrieben. „Zielt das Handeln von Politik und Verwaltung auf eine nachhaltige Entwicklung, müssen ihre Leitbilder, Ziele, Strategien, Projekte und Maßnahmen soziale Gerechtigkeit, ökonomische Vernunft und ökologische Verantwortung miteinander verbinden. […] Die Verwaltung der Stadt Köln beteiligt sich an dem Modellversuch „Global nachhaltige Kommune in NRW“  und steht hierbei im regelmäßigen Austausch mit dem Kölner Bündnis für kommunale Nachhaltigkeit. Absicht der Projektteilnahme ist es, Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe zu etablieren und im täglichen Verwaltungshandeln umzusetzen.“