Klimaschutz in Köln

Im Rahmen der Minderungsziele der EU will Deutschland seinen jährlichen Treibhausgasausstoß bis 2020 um 270 Mio. Tonnen senken. Damit ist auch Köln gefordert, einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Das „Klimabündnis Köln“ ist ein erster Schritt, die Stadtgesellschaft dahingehend zu vernetzen.
Ausgangssituation in Köln
Gemäß einem Bericht der GEW trug die Millionenstadt Köln im Jahre 2000 mit mehr als 10 Tonnen CO2 pro Einwohner zu dem durch Menschen verursachten Treibhausgasemissionen bei (Bezogen auf Deutschland entsprach dies 1,2 Prozent, weltweit 0,4 Promille des CO2-Ausstoßes). Bereits seit 1992 gehört Köln dem Klima-Bündnis der europäischen Städte an. Dessen Zielsetzung einer Minderung der Treibhausgase bis 2010 um 50% hat sich die Stadt Köln aber nicht zu eigen gemacht. Im Jahr 2006 hat das Klima-Bündnis ein neues Ziel vereinbart: 10% in fünf Jahren, so dass bis 2030 50% der Treibhausgas-Emissionen eingespart werden können.Erste Maßnahmen
Im Mai 2007 hat der Umweltausschuss das Umweltamt beauftragt, eine CO2-Bilanz und „erste grundlegende Überlegungen für ein geeignetes Kölner CO2-Minderungskonzept“ zu erstellen. Auch ohne Minderungskonzept können schon jetzt Maßnahmen ergriffen werden, die der CO2-Reduktion in Köln dienen. (So ist die Beschaffung elektrischer Energie für die Stadt Köln daran geknüpft, dass diese zu 25% aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Weitere 25% sollen aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) entstammen.) Neben der Stadt ist auch die RheinEnergie AG ein wichtiger Akteur. In den nächsten fünf Jahren will der örtliche Energieversorger mit dem Programm „Energie und Klima 2020“ bis zu 150.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Maßnahmen vergangener Jahre waren u.a.:- Ersatz des HKW-Niehl durch GuD-Kraftwerk
- Solarsiedlungen in Köln
- Europa-Schule wird Solar&Sparschule
- KLASSE-Projekt
Aktivitäten des KölnAgenda e.V.
Klimaschutz ist schon immer ein Arbeitsfeld der Lokalen Agenda 21 gewesen. Bei all unseren Aktivitäten streben wir die optimale Vernetzung mit anderen Aktivitäten und relevanten Akteuren an- EnergieForum
Seit 1998 trifft sich das EnergieForum KölnAgenda regelmäßig alle 6 Wochen. Ziel ist es, alle Möglichkeiten zum Energiesparen so gut wie möglich auszuschöpfen und Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu fördern. Einen Schwerpunkt bildet die Einsparung von Energiekosten bei der Stadt Köln. - ÖKOPROFIT
Bereits 1999 hat der KölnAgenda e.V. (Themenkreis Wirtschaft) das betrieblichen Umweltmanagementprogramm ÖKOPROFIT als Kooperationsprojekt der relevanten städtischen Ämter sowie den Kammern und Verbänden vorgeschlagen. Nachdem ÖKOPROFIT in zahlreichen Städten erfolgreich angelaufen ist, wurde der Vorschlag 2006 erneuert aufgriffen. 2008/2009 soll das Projekt endlich auch in Köln starten. - News zum Thema Klima
Der KölnAgenda veröffentlicht regelmäßig News mit Neuigkeiten zum Thema Klimaschutz. Dies beinhaltet auch Hinweise auf relevante Veranstaltungen in Köln. In Newsserien, wie werden Schwerpunkte gesetzt (Von anderen Städten lernen; Klima-Kipp-Punkte). Ein chronologischer Überblick bis Mitte 2006 findet sich unten. Weitere News siehe www.koelnagenda.de/energie. - Klimabuendnis-Koeln
Gemeinsam mit zahlreichen Kölner Vereinen, NGO und sonstigen Institutionen wurde im Februar 2008 das Klimabündnis Köln ins Leben gerufen. Möglichst viele KölnerInnen sollen hinter der Zielsetzung einer 50%igen Reduktion der stadtweiten Treibhausgase (bis 2030) vereint werden. - Internetseite Köln fährt alternativ
Diese Internetseite befasst sich speziell mit dem Thema Mobilität in Köln. Dabei werden Alternativen zu dem überwiegend benzin- und dieselabhängigen Automobilverkehr aufgezeigt. Voraussichtlich ab Mai 2008 verfügbar. - CO2-Einsparkraftwerk (geplant)
Auf dieser Internetplattform sollen möglichst viele Klimaschutzprojekte zusammengeführt werden. Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun. Deshalb werden auch einfachste Maßnahmen wie die Nutzung von Energiesparlampen mit einbezogen. Neben der Darstellung des Klimaschutzeffektes werden auch die ökonomischen Aspekte der einzelnen Projekte dargestellt.



