Bündnis Köln Global



Das Bündnis
„KölnGlobal – Bündnis für Solidarität und Dialog“ wurde im Februar 2007 auf Initiative des KölnAgenda e.V. und des Allerweltshauses als lokales Kölner Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählten neben den Hauptinitiatoren über 20 entwicklungspolitisch engagierte Organisationen und Vereine Kölns, darunter die Kölner Gruppen von Terre des hommes, attac, BUND und FIAN, das Kolpingwerk, Forum Eine Welt, Allerweltskino, der ökumenische Friedenskreis Pesch und mehrere Kölner Städtepartnerschaftsinitiativen.

Hintergrund
Hintergrund der Initiative war u.a. der allgemeine Wunsch zur Reaktivierung des 1998 mit dem Ratsbeschluss zu einer Lokalen Agenda 21 gegründeten Themenkreis „Köln in globaler Partnerschaft“, dessen Aktivitäten seit einiger Zeit zum Erliegen gekommen waren. Dieser hatte sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, die Kommune dahin zu bewegen, eine Info- und Kontaktbörse für Projekte einzurichten, den Kulturaustausch zu fördern, den Fairen Handel zu beleben und kommunale Entwicklungszusammenarbeit zu betreiben. Hieraus erwuchsen erfolgreiche und bis heute aktive Agenda-Kampagnen und Projekte wie die Jecke Fairsuchung und später auch die Initiative Internationale Gärten.

Ziele
Fortschreitende Globalisierung, zunehmenden Ungleichheiten und Umweltbelastungen sowie immer schwächer werdende politische Unterstützung für soziale und ökologische Projekte erfordern stärkere Initiativen von Nichtregierungsorganisationen und Bürgern. Die Gründung eines Netzwerks bot die Chance politisch schlagkräftiger zu werden und Lobbyarbeit zu verbessern. Das Bündnis KölnGlobal strebte neben einem regelmäßigen Informations- und Meinungssaustausch die Durchführung gemeinsamer Projekte und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit an.

Als erste öffentliche Aktion wurde mit Unterstützung von mehreren Einzelpersonen ein Bürgerantrag eingereicht, der die Stadt Köln aufforderte, sich aktiv für die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen einzusetzen.

In dem Antrag wurde eine entsprechende städtische Selbstverpflichtung gefordert: So sollte beispielsweise die Beschaffungsvorschriften der Stadt um „Grundsätze nachhaltiger ökologischer Entwicklung und des Fairen Handels“ erweitert werden, Städte- und Projektpartnerschaften gefördert, der Klimaschutz bei Dienstreisen beachtet sowie im Konzept für das neue Völkerkundemuseum ausreichend Raum und Ressourcen für den Dialog der Kulturen eingeplant werden.

Das Aktionsprogramm zur Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele
Infolge des Bürgerantrags von KölnGlobal hatte der Kölner Rat in der Sitzung am 08.11.07 einheitlich die Unterzeichnung der „Millenniums-Erklärung der Kommunen“ aus dem Jahre 2005 beschlossen und folgte damit der Empfehlung des Deutschen Städtetages vom Februar 2007. Die Stadtverwaltung wurde angewiesen, innerhalb des nächsten halben Jahres einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Umsetzung auszuarbeiten. Das Büro für internationale Angelegenheiten der Stadt Köln konzipierte daraufhin in Zusammenarbeit mit den Dezernaten das „Aktionsprogramm der Stadt Köln zur Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele“ mit 18 verschiedenen Maßnahmen, die sich stark an dem Bürgerantrag orientierten.

Am 18.12.2008 wurde das Programm vom Rat beschlossen, jedoch ohne die Finanzierung festzulegen. Veranschlagt hatte das Büro für internationale Angelegenheiten 250.000 Euro pro Jahr ab 2010, KölnGlobal hatte im Bürgerantrag 1,2 Mio Euro gefordert.

Entwicklungspolitische Bildungsprojekte 2009
Für 2008 und 2009 wurden von der Stadt zunächst insgesamt 75.000 Euro bereitgestellt, wovon erste Projekte zur entwicklungspolitischen Bildung finanziert werden konnten. Das Bündnis KölnGlobal selbst beteiligte sich mit zwei Projekten: mit der Entwicklung der Internetseite www.koelnglobal.de und der Organisation des KölnGlobal Tags 2009.

Die Internetseite www.koelnglobal.de ist seit Oktober 2009 online und sollte als Forum für entwicklungspolitisch und interkulturell engagierte Initiativen in Köln dienen.

Das Bündnis KölnGlobal steht – auch in Anbetracht der Verabschiedung der SDGs – vor einer Neuausrichtung.

Heute
Unter dem Namen KölnGlobal trifft sich Heute ein ehrenamtliches Redaktionsteam und betreibt die Homepage www.koelnglobal.de. Ihr Anliegen ist es durch Ihren Blog „Widersprüche & Vereinbarkeiten zwischen lokalem Handeln und globaler Verantwortung aufzuzeigen“. In den Texten werden Projekte und Ideen aus Köln vorgestellt. Des Weiteren pflegt KölnGlobal einen Veranstaltungskalender für Köln und bietet einen Überblick über Initiativen in Köln.

KölnGlobal freut sich über einen Austausch und Mitarbeit: redaktion@koelnglobal.de