Stadtteilgruppe Sülz - Klettenberg - Lindenthal
Wo konkret anfangen? Am Auerbachplatz!
Die Stadtteilgruppe der Lokalen Agenda 21 traf sich zum ersten Mal im Oktober 1998, um sich über erste Themenschwerpunkte zu verständigen. Mehrheitlich wurde beschlossen, sich um den Auerbachplatz als zentralen Platz in Sülz zu kümmern. Bei den Aktivitäten der Gruppe kam es darauf an, dass die Vielfalt des Platzes und die Interessen der unterschiedlichen Nutzergruppen zu diskutieren und zu bedenken und daraus sinnvolle Veränderungen abzuleiten. Als Ergebnis einer breiten Aktion mit Marktständen, einer Befragung der Anwohner über deren Nutzungsinteressen und der Kooperation mit dem Kinderforum Lindenthal, dem Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium und Vereinen im Stadtteil wurde ein Bürgerantrag formuliert.
Am 22. November 1999 wurde dieser Antrag bei der Bezirksvertretung eingereicht und im Frühjahr 2000 diskutiert und abgestimmt. Die Forderung des Bürgerantrages nach Sperrung eines Teilstückes der Rheinbacher Straße aus Sicherheitsgründen wurde nicht erfüllt, allerdings soll es Geld geben für die Neugestaltung des Kinderspielplatzes und es werden auch neue Sitzgelegenheiten für alte Menschen und Jugendliche erwogen, konkret beschlossen jedoch wurden diese Maßnahmen nicht. Die Verwaltung wurde aufgefordert, eine Stellplatzkonzeption auszuarbeiten, die die katastrophale Parkplatzsituation im Viertel mindern soll.
Derzeit ist der Platz vor allem Parkplatz, am Nachmittag kann ein Teil der Platzfläche von Kindern zum Skaten und Radfahren genutzt werden. Das Kinderforum Sülz-Klettenberg-Lindenthal hat in einer eigenen Aktion auf dem Auerbachplatz Unterschriften für die Sperrung der Rheinbacher Straße gesammelt und dabei auch die Unterstützung der ansässigen Geschäfte bekommen. An einem Aktionstag am 13. Dezember 2000 wurden die Unterschriften den Bezirkspolitikerinnen übergeben und es wurden Ideen zur Neugestaltung des Spielplatzes als Energiespielplatz präsentiert.
Wie es weitergehen soll
Während der Arbeit haben die Mitglieder der Gruppe in unterschiedlichen Zusammenhängen viele Gespräche mit anderen aktiven Menschen im Viertel geführt, die nicht immer ohne Konfliktstoff waren. Genau aber die Auseinandersetzung mit anderen Positionen und Grundeinstellungen macht die Arbeit spannend und produktiv, wobei die Stärke unserers Politikansatzes der darin liegt, parteiunabhängig und sachorientiert zu sein. Die Bezirksvertretung Lindenthal unterstützt diesen Ansatz aus bezirkseigenen Mitteln und machte so, ebenso wie der AgendaVerein und das Kulturamt der Stadt Köln auch das nächste Projekt der Gruppe mit finanzieller Unterstützung möglich.
Der 'Tag der offenen Hinterhöfe' am 6. Mai 2001 sollte den Rahmen schaffen, den Stadtteil besser kennenzulernen und mit Nachbarn und Besuchern in Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Diese Aktion war ein voller Erfolg. Ausgehend vom Juzi in der Sülzburgstraße wanderten und liefen viele Hundert Menschen durchs Viertel, ließen sich von Alexander Hess sachkundig führen oder besuchten eigenständig die rund 20 Hinterhöfe, die für diesen Tag ihre Tore geöffnet hatten. Die Aktion der offenen Hinterhöfe lässt sich so oder mit anderen Schwerpunkten auf andere Stadtteile übertragen. Wir stehen gerne mit Informationen zur Verfügung.
Seit der Ideenwerkstatt im September vorigen Jahres haben wir ein neues Projekt in Angriff genommen. Unter der Überschrift StadtRäume statt Träume" erarbeiten wir einen Wegweiser der Orte der Begegnung durch Sülz. Dabei wollen wir einerseits die Bedürfnisse der Menschen im Viertel erfragen und auf der anderen Seite Räume suchen und finden, die Treffpunkte sind oder sein können. Als erstes wollen wir mit einer Bestandsaufnahme an die Öffentlichkeit gehen mit dem Ziel, Bedürfnisse und Möglichkeiten kennen zu lernen und so zu versuchen, Qualitäten und Defizite im Viertel neu zu diskutieren und die Lebensqualität für alle nachhaltig zu verbessern. Der Traum eines Bürgerzentrums für die Stadtteile Sülz, Klettenberg und Lindenthal ist für uns nicht ausgeträumt. Deshalb wollen wir in einem nächsten Schritt auch das Gespräch mit den Parteien im Bezirk suchen. Auch dieses neue Projekt wird vom Agenda Verein finanziell unterstützt.
Kontakt:
Susanne Wankell, Tel. 43 37 72
Petra Wefers, Tel. 42 52 21
Susanne Wankell, Tel. 43 37 72
Petra Wefers, Tel. 42 52 21

