Stadtteilgruppe Sürth
Kölner Lokale Agenda und der Sürther Herbst
Doch die SürtherInnen pilgern zum Sürther Herbst beileibe nicht nur wegen dem Spaß an der Freud. Man trifft sich, man plaudert, man staunt. Von der Grundschule über die Dorfgemeinschaft und den Karnevalsverein bis zu Pro Sürth und den Eisenbahnfreunden präsentieren die Sürther auf dem Sürther Herbst, was sich hervorbringen lässt, wenn man zusammen anpackt, was allen am Herzen liegt. Mitten unter allen waren auch die NutzerInnen der Sürther Einrichtungen für Behinderte. Der Verein miteinander leben e.V., der sich die Integration körper- und mehrfachbehinderter Kinder und junger Erwachsener zum Ziel gesetzt hat, hielt ein besonders beeindruckendes Angebot an Informationsmaterialien bereit.
Bemerkenswert lebhaft war der Zuspruch zum besonders bunten Stand der Arbeitsgruppe Sürther Bahnhof. Die noch kleine, aber engagierte Truppe Sürther Bürgerinnen und Bürger, die für den Erhalt des Sürther Bahnhofs wirbt, versteht sich als Initiative für nachhaltige Stadtentwicklung unter dem Dach der Lokalen Agenda 21 in Köln. Farbfotos des Bahnhofs von einst und jetzt ermutigten die SürtherInnen ebenso wie kreative Zukunftsbilder zum Mitdenken. Gefragt waren Vorschläge von Erwachsenen und Kindern zu einer Nutzung, die den Bedürfnissen von Jung und Alt in gleicher Weise entgegen kommt.
Ein großes Plakat mit einem vorgezeichneten Haus für alle füllte sich schnell mit großen und kleinen Räumen für ein Sürth-Museum, ein Tanzlokal ab 40, eine Bücherei/Infothek, ein Internet-Café, eine Tauschbörse ohne Geld, ein Vereinszentrum und vielem anderen. Die meisten gestanden sich ein, dass man erst mal ein Netz aus kühnen Träumen spann. Man war sich klar darüber, dass ein Sürther Bürgerhaus das Engagement der vielen braucht, um in Zeiten knapper Kassen realisiert zu werden. Allerdings hatte niemand Zweifel daran, dass auch in Sürth ein dringender Bedarf besteht, heranwachsenden Jugendlichen einen Treffpunkt anzubieten. Die Initiative, für die der Sürther Herbst Bestärkung bedeutete und Verstärkung brachte, will auf jeden Fall am Ball bleiben.

