Pflanzaktion: Aufbäumen gegen Kohle

16.
SEPTEMBER
2018


Aufforstungssaison statt Rodungssaison

Der einst Bürgerwald genannte Hambacher Forst besitzt von seinen ehemaligen 5.500 Hektar nur noch weniger als ein Zehntel. Seine Geschichte reicht mehrere Jahrtausende zurück und einige der Bäume im Wald sind über 300 Jahre alt. 1978 kaufte RWE den Wald zwecks Braunkohlegewinnung. Seitdem wird er gerodet und umliegende Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. Jedes Jahr hat RWE die Erlaubnis in der Rodungssaison von Oktober bis März 70 ha Wald zu roden. Wird dies fortgesetzt ist in 3 Jahren der gesamte Restwald vernichtet.

RWEs letzte Rodungssaison (2017/18) des Hambacher Forstes wurde durch das Zusammenspiel der Besetzung, breiten Protests und zivilgesellschaftlichen Klagen erfolgreich gestört und verhindert. Nach dem Abweisen einer solchen Klage beinhaltet der Jahresplan 2018 wieder eine Zerstörung des Hambacher Waldes während der Rodungssaison zugunsten von Braunkohlegewinnung. Zur Kapitalverwertung wird hier ein Jahrhunderte alter Wald zerstört, damit der klimaschädlichste fossile Energieträger überhaupt, Braunkohle, verbrannt werden kann.

Deshalb wird im September zur Aufforstungssaison aufgerufen.
In einer massenhaften Aktion des Bäumepflanzens soll ein Zeichen für den Erhalt des Forsts gesetzt werden. Drei Wochen vor beginn der Rodungssaison sollen hunderte von Menschen zusammenkommen und am Rande des Waldes Jungbäume pflanzen.
Im Rahmen dieser Aktion wird es ein Fest mit Kulturangeboten, Redebeiträgen und Verpflegung geben, bei dem alle aktiven, die Aktion und der Wald gefeiert werden. Jede*r ist willkommen sich einzubringen; alle können ihren eigenen Baum pflanzen, egal ob jung oder alt, Aktivist*in oder zum ersten mal den Hambi besuchend.

Datum
16. September 2018
Beginn
10:00 Uhr
Ende
20:00 Uhr
Ort
Hambacher Forst, ,
Veranstalter
Aufbäumen gegen Kohle